Ein Glasdach hält den Regen von oben ab. Bei Wind aus der Seite, schrägem Regen oder kühleren Abenden kommt es aber auf die Seiten an. Genau hier setzen Glasschiebewände an: Sie verwandeln Ihre offene Terrassenüberdachung bei Bedarf in einen geschützten Raum und geben ihn bei schönem Wetter wieder komplett frei. Wir zeigen Ihnen, wie die Elemente funktionieren, was sie kosten und wann sie sich lohnen.

Was Glasschiebewände können
Glasschiebewände sind verschiebbare Glaselemente, die zwischen die Stützen Ihrer Überdachung gesetzt werden. Geschlossen halten sie Wind und schrägen Regen ab, ohne den Blick in den Garten zu verstellen. Geöffnet fahren die einzelnen Scheiben hintereinander und lassen sich an die Seite schieben, sodass die Terrasse wieder offen ist.
Der große Vorteil gegenüber einer festen Wand: Sie entscheiden je nach Wetter und Jahreszeit neu. Im Sommer steht die Terrasse offen, im Herbst sitzen Sie windgeschützt, und im Winter bleiben die Möbel trocken.
So funktionieren die rahmenlosen Glaselemente

Am häufigsten bauen wir rahmenlose Ganzglas-Anlagen: Die Scheiben aus 8 bis 10 Millimeter starkem ESG-Sicherheitsglas laufen auf verdeckt liegenden, kugelgelagerten Edelstahlrollen. Das läuft leicht, ist wartungsarm und wirkt sehr klar, weil kein senkrechter Rahmen die Sicht zerschneidet.
Zwei Punkte machen den Unterschied zur Baumarktlösung: Das Glas wird nach Aufmaß gefertigt, damit die Elemente millimetergenau zwischen Boden und Dachrinne passen. Und die untere Laufschiene ist flach gehalten, sodass keine hohe Stolperkante entsteht.
Warum sich die Seiten gerade in der Eifel lohnen
Regen fällt selten senkrecht. Gerade in windexponierten Lagen rund um Euskirchen und in der Eifel drückt der Wind den Regen schräg unter das Dach, und beim Essen zieht es. Ein Dach allein reicht dann oft nicht aus, um die Terrasse wirklich nutzbar zu machen.
Die Seiten gehören deshalb in jede Planung. Wer sie am Anfang vergisst, ärgert sich später. Mehr dazu lesen Sie im Ratgeber Die häufigsten Fehler beim Kauf einer Terrassenüberdachung.
Vom Glasdach zum Kaltwintergarten

Unsere Systeme sind modular. Sie können mit dem reinen Glasdach starten und die Seiten später ergänzen, Schritt für Schritt bis zum komplett geschlossenen Kaltwintergarten. Dann bleiben die Gartenmöbel das ganze Jahr draußen, und Sie nutzen die Terrasse auch an kühlen Tagen.
Auf Wunsch kombinieren wir die Seiten mit einem Dachschiebefenster, das für Luftzirkulation sorgt, damit sich unter dem Glas keine Hitze staut. Was ein solcher Ausbau bedeutet, erklären wir im Ratgeber Kaltwintergarten: Was ist das und für wen lohnt er sich?
Glasschiebewände, feste Verglasung oder Senkrechtmarkise?
Für die Seiten gibt es drei Wege, und die Wahl hängt davon ab, wie oft Sie öffnen wollen:
- Glasschiebewände: Maximal flexibel. Komplett zu öffnen und wieder zu schließen, klare Sicht, ideal für den Weg zum Kaltwintergarten.
- Feste Verglasung: Günstiger, wenn eine Seite ohnehin dauerhaft geschlossen bleiben soll, etwa zum Nachbarn hin.
- Senkrechtmarkise: Textiler Schutz gegen Sonne, Wind und leichten Regen, der bei Bedarf herunterfährt. Kein voller Wetterschutz, dafür sehr flexibel und blendfrei.
Oft ist eine Kombination die beste Lösung: Feste Verglasung zur Wetterseite, Glasschiebewände zur Gartenseite.
Was kosten Glasschiebewände?
Der Preis hängt von Breite, Anzahl der Scheiben und System ab. Als Orientierung aus unserer Praxis in 5 × 3 m: Eine Seitenwand mit Glasschiebewänden startet beim FT-Dach bei rund 4.400 Euro, die Front bei rund 4.500 Euro. In der exklusiven Variante liegen die Seitenwände bei rund 7.000 Euro und die Front bei rund 5.500 Euro.
Wie sich daraus der Gesamtpreis vom Glasdach bis zum geschlossenen Kaltwintergarten aufbaut, rechnen wir an einem realen Beispiel im Ratgeber Was kostet eine Terrassenüberdachung mit Montage durch.
Pflege und Reinigung
Glasschiebewände sind pflegeleicht. Für die Reinigung fahren Sie die Scheiben auseinander und putzen sie wie ein normales Fenster. Die Laufschiene halten Sie am besten frei von Laub und grobem Schmutz, damit die Rollen leichtgängig bleiben. Mehr Pflege braucht es nicht.
Häufige Fragen zu Glasschiebewänden
Sind Glasschiebewände wirklich dicht?
Glasschiebewände sind winddicht und halten schrägen Regen zuverlässig ab. Sie sind bewusst nicht luftdicht verklebt wie ein beheizter Wintergarten, sondern bilden einen geschützten Kaltbereich. Genau das sorgt zugleich für eine gute Luftzirkulation.
Kann ich die Seiten später nachrüsten?
Ja. Unsere Systeme sind modular. Viele Kunden starten mit dem Glasdach und ergänzen die Glasschiebewände in den Folgejahren, bis hin zum geschlossenen Kaltwintergarten.
Rahmenlos oder mit Rahmen?
Beides bieten wir an, und größtenteils entscheidet der Geschmack. Rahmenlose Ganzglas-Anlagen wirken klarer und zerschneiden die Sicht nicht. Gerahmte Schiebetüren wirken etwas kräftiger und sind ebenso robust. Technisch sind beide Lösungen gleichwertig, das Glas läuft in jedem Fall auf kugelgelagerten Edelstahlrollen. Wir bauen die Variante, die Ihnen optisch besser gefällt.
Werden die Glaswände im Winter nicht kalt?
Ein Kaltwintergarten ist unbeheizt, das ist gewollt. Er schützt vor Wind und Nässe und ist an vielen Wintertagen schon durch die Sonne angenehm temperiert. Wer ganzjährig Zimmertemperatur will, braucht einen beheizten Warmwintergarten.
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Welche Kombination aus Dach und Seiten zu Ihrer Terrasse passt, sehen Sie am besten live in unserer Ausstellung in Mechernich-Kommern, Auf dem Kalk 2a. Das Aufmaß bei Ihnen vor Ort ist kostenlos. Unsicher, welches System das richtige ist? Der Ratgeber Welche Terrassenüberdachung passt zu Ihnen? hilft bei der Entscheidung.




