Die Größe ist die Entscheidung, die vor dem Aufmaß am meisten Ärger vermeidet. Eine Terrassenüberdachung bleibt 20 bis 30 Jahre an Ort und Stelle. Wer sie zu knapp plant, sitzt später mit dem halben Tisch im Trockenen und ärgert sich. Wir zeigen Ihnen, wie Sie die richtige Größe finden, mit einfachen Faustregeln aus unserer Beratungspraxis.

Die entscheidende Frage: Was soll unter das Dach?
Bevor es um Meter geht, klären wir eine Sache: Was möchten Sie überhaupt schützen? Nur den Esstisch mit vier bis sechs Stühlen? Oder auch eine Loungegruppe zum Entspannen? Davon hängt die Fläche ab, und genau hier planen die meisten zu klein.
Nur die Essgruppe: Diese Maße brauchen Sie
Ein Tisch für vier Personen ist rund 90 mal 160 Zentimeter groß. Für sechs Personen sollten Sie mit mindestens 2 bis 2,2 Metern Tischlänge rechnen. Dazu kommen die Stühle, die man zum Aufstehen zurückschiebt, und etwas Bewegungsraum drumherum. Als Faustregel sollten Sie für eine reine Essgruppe mit etwa 3 mal 4 Metern überdachter Fläche rechnen. Wird der Bereich freistehend geplant, darf es etwas mehr sein, damit man bequem um den Tisch herumkommt.
Essgruppe plus Lounge: Deutlich mehr Fläche

Sobald neben dem Essplatz auch ein Sofa mit Sesseln und Couchtisch stehen soll, ändert sich die Rechnung. Für Essgruppe plus Lounge planen wir in der Praxis mit mindestens 5 mal 3 Metern, oft auch mehr. Unser reales Rechenbeispiel im Ratgeber Was kostet eine Terrassenüberdachung mit Montage geht von genau dieser Größe aus.
Die Tiefe nicht unterschätzen
Regen fällt selten senkrecht. Gerade rund um Euskirchen und in der Eifel drückt der Wind den Regen schräg unter das Dach. Ist die Überdachung zu knapp in der Tiefe, werden die vorderen Sitzplätze trotzdem nass. Planen Sie die Tiefe deshalb lieber 50 Zentimeter großzügiger, als es das reine Möbelmaß vermuten lässt.
Höhe und Neigung kurz erklärt
Neben der Fläche spielt die Anschlusshöhe an der Hauswand eine Rolle, damit Türen und Fenster darunter frei bleiben. Ein leichtes Gefälle sorgt dafür, dass Regenwasser sauber abläuft. Beides prüfen wir beim kostenlosen Aufmaß direkt bei Ihnen vor Ort, da müssen Sie sich vorab keine Gedanken machen.
Sonnenschutz und Seiten gleich mitdenken
Je größer die Fläche und je sonniger die Lage, desto wichtiger wird der Sonnenschutz. Welche Beschattung wirklich kühlt, lesen Sie im Ratgeber Aufdachbeschattung oder Unterglasbeschattung. Und wenn der Wind ins Spiel kommt, lohnt der Blick auf die Seiten mit Glasschiebewänden. Beides plant man am besten gleich mit, dann gibt es nur einen Montagetermin.
Faustregeln auf einen Blick
- Nur Essgruppe (4 bis 6 Personen): Ab etwa 3 mal 4 Meter.
- Essgruppe plus Lounge: Ab mindestens 5 mal 3 Meter, oft mehr.
- Tiefe: Lieber 50 Zentimeter mehr wegen Schrägregen.
- Grundsatz: Lieber eine Nummer größer, die Überdachung bleibt Jahrzehnte.
Häufige Fragen zur Größe
Wie groß darf ich ohne Baugenehmigung bauen?
Das hängt von Größe, Tiefe und Standort ab. Die Regeln für NRW haben wir im Ratgeber Terrassenüberdachung Baugenehmigung NRW zusammengefasst.
Kann ich später vergrößern?
Eine bestehende Überdachung nachträglich zu verbreitern ist aufwendig und selten wirtschaftlich. Die Fläche sollten Sie deshalb von Anfang an großzügig wählen. Seiten und Beschattung lassen sich dagegen problemlos nachrüsten.
Was kostet eine größere Überdachung?
Der Preis steigt mit der Fläche, aber nicht sprunghaft. Ein reales Beispiel mit drei Ausbaustufen finden Sie im Ratgeber Was kostet eine Terrassenüberdachung mit Montage.
Reichen 3 Meter Tiefe?
Für eine reine Essgruppe an der Hauswand reichen 3 Meter oft aus. Wollen Sie auch bei schrägem Regen trocken sitzen oder eine Lounge unterstellen, planen Sie besser tiefer.
Jetzt beraten lassen
Welche Größe zu Ihrer Terrasse passt, sehen Sie am besten direkt vor Ort. Das Aufmaß bei Ihnen ist kostenlos, und in unserer Ausstellung in Mechernich-Kommern, Auf dem Kalk 2a, erleben Sie die Systeme live. Unsicher, welches System überhaupt das richtige ist? Der Ratgeber Welche Terrassenüberdachung passt zu Ihnen? hilft weiter.




