Das Who is Who im Terrassenbereich!

Das sollten Sie wissen:

Holz oder WPC – Bei Terrassendielen ist die Auswahl groß. Neben robusten und edlen Tropenhölzern stehen preisgünstige Nadelhölzer sowie moderne Werkstoffe aus Kunststoff und Holz- oder Bambusfasern zur Auswahl. Um das richtige Material zu finden, geben wir Ihnen hier einen vergleichenden Überblick über die unterschiedlichen Werkstoffe und ihre Eigenschaften in den Kategorien Preis, Optik, Haltbarkeit, Haptik und Pflegeaufwand.

WER DIE WAHL HAT, HAT DIE QUAL!

Für die Herstellung von Terrassendielen eignen sich zwei unterschiedliche Materialien: Holz und Holzverbundwerkstoffe wie WPC und BPC. Der Klassiker Holz bietet eine große Auswahl an möglichen Holzarten, grob unterteilbar in heimische und tropische Hölzer. Und auch der Holzverbundwerkstoff WPC (Wood Plastic Composite) nutzt Holzmehl oder -fasern, während bei BPC (Bamboo Plastic Composite) auf Bambus zurückgegriffen wird. Da sich die Eigenschaften von WPC und BPC jedoch stark ähneln, kann die Auswahl möglicher Materialien auf drei Optionen beschränkt werden:

• Tropenhölzer

• Heimische Nadel- und Laubhölzer

• Holzverbundwerkstoffe aus einem Naturfaser-Kunststoff-Gemisch

All diese Materialien sind bei Terrassenbesitzern sehr beliebt, unterscheiden sich jedoch merklich in ihren Eigenschaften. Um dir die Materialauswahl zu erleichtern, vergeben wir in diesem Überblick Punkte von 1 bis 5 in den Kategorien Preis, Haptik, Optik, Haltbarkeit und Pflegebedarf. Wenn für Dich also zum Beispiel Haltbarkeit und geringer Pflegebedarf besonders wichtig sind, dann kannst Du Dich für das Material entscheiden, das in diesen Kategorien die höchste Punktzahl erreicht – auch wenn ein anderes Material vielleicht bei Optik und Haptik besser abschneidet.

PREISGESTALTUNG DER UNTERSCHIEDLICHEN TERRASSENDIELEN:

Wie teuer Terrassendielen sind, hängt von dem Material ab, aus dem sie gefertigt wurden. Hier sind vor allem die Verfügbarkeit und die natürlichen positiven Eigenschaften des Materials ausschlaggebend. Aufgrund ihrer hohen natürlichen Widerstandsfähigkeit liegen Tropenhölzer und heimisches Laubholz im oberen Preissegment, weshalb wir hier nur 3 Punkte vergeben können. WPC / BPC-Produkte und viele thermisch modifizierte heimische Hölzer sind je nach Herstellungs- und Nachbearbeitungskosten im mittleren bis oberen Preissegment zu finden. Hier gibt es von uns 4 Punkte, da auch im Mittelpreis-Segment hochwertige Terrassendielen aus beiden Materialien erhältlich sind. Insbesondere bei WPC / BPC-Produkten sollte bedacht

werden, dass der Instandhaltungsaufwand dank hohem Kunststoff-Anteil extrem gering ausfällt. Wenn Du allerdings eine besonders günstige Alternative suchst, dann könnten heimische, kesseldruckimprägnierte Nadelhölzer für Dich die richtige Wahl sein. Diese können nämlich zu einem niedrigen Preis angeboten werden. Das liegt vor allem an der guten Verfügbarkeit der relativ schnell nachwachsenden Rohstoffe und der vergleichsweise geringeren Haltbarkeit verglichen mit den kostenintensiveren Alternativen. Im Preis erzielen heimische, kesseldruckimprägnierte Nadelhölzer deshalb die volle Punktzahl.

Heimische Nadelhölzer
5/5
Heimische Laubhölzer
3/5
WPC und BPC
4/5
Thermisch modifizierte Hölzer
4/5
Tropische Hölzer
3/5

Haltbarkeit?

Als Haltbarkeit im Außenbereich wird die Resistenz verschiedener Materialien gegen Witterungseinflüsse und bei organischen Materialien wie Holz gegen den Befall durch holzzersetzende Pilze, Mikroorganismen und Insekten bezeichnet. Nach der DIN Norm 350-2 werden die verschiedenen Terrassenhölzer in Dauerhaftigkeitsklassen eingeteilt, die einen groben zeitlichen Richtwert liefern, wie lange das jeweilige Holz im Außenbereich hält. Als besonders haltbar im Außenbereich haben sich Tropenhölzer wie Bangkirai, Cumarú, Ipé, Garapa Mandioqueira, Massaranduba oder Teak erwiesen. Die besonders hohe Dichte ihres Holzes schützt sie vor dem Befall durch holzzersetzende Mikroorganismen und Pilze. Zusätzlich schützen sich die meisten Tropenhölzern durch Einlagerung von Gerbstoffen und ätherischen Ölen vor dem Befall durch holzzersetzenden Insekten. Ihre Lebenserwartung beträgt deshalb je nach Holzart zwischen 20 und 25 Jahren. Von uns erhalten Tropenhölzer deshalb 5 von 5 Punkten in der Kategorie Haltbarkeit. Bei heimischen Holzarten sind es vor allem die Laubhölzer wie Eichen- oder Robinienholz, die mit den Tropenhölzern mithalten können. Sie erreichen die

Dauerhaftigkeitsklasse II und halten damit im Außenbereich zwischen 15 und 20 Jahren. Dafür vergeben wir 4 von 5 Punkten. Als weniger dauerhaft gelten heimische Nadelhölzer wie Douglasie, Lärche oder Kiefer. Im unbehandelten Zustand erreichen sie nur die Dauerhaftigkeitsklassen III – V (Lebenserwartung zwischen 10 und 15 Jahren) und erhalten von uns deshalb in Kategorie Haltbarkeit nur 2 von 5 Punkten. Eine Alternative stellen hier thermisch modifizierte, heimische Laub- und Nadelhölzer dar, deren Haltbarkeit durch die Hitzebehandlung im Schnitt um ein bis zwei Klassen erhöht werden kann. Die meisten Thermohölzer entsprechen damit der Dauerhaftigkeitsklasse II und erhalten deshalb von uns 4 von 5 Punkten. Bei WPC/BPC- Terrassendielen hängt die Haltbarkeit von dem Mischverhältnis zwischen Holz- bzw. Bambusfasern und dem Kunststoffanteil ab. Je höher der Holzanteil desto höher die Anfälligkeit für holzzersetzende Mikroorganismen und Pilze. Deshalb schwankt die Lebenserwartung bei WPC/BPC-Terrassenbelägen zwischen 10 und 20 Jahren. Wir geben dennoch 4 von 5 Punkten, da WPC/BPC-Terrassendielen mit einem über 70 prozentigen Kunststoffanteil in Punkto Haltbarkeit fast gleich aufliegen mit Terrassendielen aus Tropenholz.

Heimische Nadelhölzer
2/5
Heimische Laubhölzer
4/5
WPC und BPC
4/5
Thermisch modifizierte Hölzer
4/5
Tropische Hölzer
5/5

Optik

Die Optik von Holz wird maßgeblich durch Farbgebung, Struktur und Maserung beeinflusst. Rötlichen-braune Farben sind charakteristisch für Tropenholz und verleihen ihm sein unverwechselbares Erscheinungsbild. Viele Tropenhölzer bieten zusätzlich ein sehr „glattes“ Erscheinungsbild, da Tropenbäume sehr hoch wachsen, ihre Äste jedoch im Bereich der Baumkrone ausbilden. Tropenholz-Terrassendielen verfügen dementsprechend meist über sehr gleichmäßige Strukturen und eine Maserung ohne sichtbare Astlöcher. So ist es auch kaum überraschend, dass Tropenholz-Dielen für ihre einzigartige Optik mit 5 Punkten ausgezeichnet werden.

Bauelemente aus WPC/BPC bestechen ebenfalls durch gleichmäßige Strukturen. Durch die homogene Mischung aus Naturfasern und Kunststoff, das hier als Rohmaterial dient, fehlt WPC/ BPC-Dielen die charakteristische Holz-Maserung. Viele Hersteller versuchen dies durch eine künstlich erzeugte, rein optische Maserung auf den fertigen Dielen auszugleichen. Wenn Du jedoch auf Holzmaserung verzichten kannst, kannst Du auch zu geriffelten oder genuteten WPC/ BPC-Dielen greifen. Dank Kunststoff-Beimischung können WPC/BPC-Produkte prinzipiell in beliebiger Farbe hergestellt werden, allerdings konzentrieren sich die meisten Hersteller standardmäßig auf Holz- und Naturfarben. Einzig die bis zu 6 Monate nach dem Verbauen andauernde sog. Farbreifung, bei der sich die Färbung der Dielen leicht verändern kann, sorgt bei unserer Bewertung für einen Punktabzug. Daher bewerten wir die Optik von WPC/BPC-Dielen mit 3 Punkten. Sowohl behandelte als auch unbehandelte heimische Hölzer verfügen über besonders natürliche Maserungen, die durch Astlöcher einen rustikalen Charme erhalten. Die typischen Brauntöne lassen sich durch passende Lasuren und Öle hervorheben. Die braune Farbgebung europäischer Hölzer kann mal heller, mal dunkler ausfallen und thermisch behandelte Hölzer sind grundsätzlich deutlich dunkler als imprägniertes oder unbehandeltes Holz derselben Holzart. Optisch geben wir den einheimischen Hölzern 3 Punkte – wer es jedoch gerne etwas rustikal mag, für den kann europäisches Holz dennoch die beste Wahl darstellen.

Heimische Nadelhölzer
4/5
Heimische Laubhölzer
3/5
WPC und BPC
5/5
Thermisch modifizierte Hölzer
3/5
Tropische Hölzer
3/5

Haptik

Da eine Terrasse aber nicht nur angeschaut, sondern auch betreten wird, sollten Sie das für die Dielen gewählte Material auch in Bezug auf seine Haptik ansprechen. Hier überzeugen wiederum die Tropenhölzer. Durch das verzugsarme und sehr dichte Material bleibt das unvergleichliche Gefühl frisch verlegter Holzdielen lange erhalten. Das robuste Holz wird auch nach mehreren Jahren in der Witterung nicht rissig. Diese Eigenschaften verleihen den Tropenhölzern 5 Punkte auf unserer Skala.

Bei WPC / BPC-Terrassendielen hängen die haptischen Eigenschaften wiederum vom Mischungsverhältnis zwischen Holz und Kunststoff ab: Je höher der Holzanteil desto mehr fühlen sich die Dielen nach echtem Holz an. Die geriffelte oder genutete Oberfläche ist meist angeraut, um einerseits den Holzeindruck zu verstärken und andererseits die Rutschfestigkeit der Dielen zu erhöhen. Der entscheidende Vorteil von WPC / BPC-Terrassendielen im Gegensatz zu Dielen aus echtem Holz besteht jedoch in ihrer Splitterfreiheit. Durch die Vermischung von Holzmehl oder Holzfasern beziehungsweise Bambusmehl oder -fasern mit Kunststoff entsteht eine homogene Masse, die weder splittern noch reißen kann. Dass WPC / BPC trotz dieser großen Vorteile von uns nur 4 Punkte für seine Haptik erhält, liegt an der großen Variabilität des Holzgefühls je nach Mischungsverhältnis.

Bei heimischen Hölzern bestimmen die Maserung und die Verteilung der Astlöcher, wie sich die Terrassendielen anfühlen. Grundsätzlich fühlt sich das Material jedoch immer eindeutig nach echtem Holz an. Da europäische Hölzer dazu tendieren, weicher zu sein als tropische, ist jedoch die Gefahr der Splitterbildung bei Beschädigung etwas größer. Daher bekommen heimische Hölzer von uns nur 3 Punkte.

Heimische Nadelhölzer
2/5
Heimische Laubhölzer
4/5
WPC und BPC
3/5
Thermisch modifizierte Hölzer
3/5
Tropische Hölzer
5/5

Pflegeaufwand

Um die optischen und haptischen Eigenschaften der Terrassendielen zu erhalten, erfordern vor allem Massivholz-Produkte einen gewissen Pflegeaufwand. WPC/BPC-Produkte hingegen erweisen sich als besonders pflegeleicht. Aufgrund der Kunststoff-Beimischung genügt es meist, Dielen aus diesem Material mit ein wenig Seifenlauge und einem Besen abzubürsten. Diesem geringen Aufwand verdanken die WPC/BPC-Terrassendielen ihre Top-Bewertung von 5 Punkten.

Wer dagegen die ursprüngliche Farbe von Tropenholz oder heimischem Laubholz erhalten möchte, sollte diese ein bis zweimal im Jahr pflegen. Zunächst werden die Oberflächen einfach abgespült, um sie von Schmutz zu reinigen. Danach solltest Du das Holz ein bis zwei Tage durchtrocknen lassen, bevor Du, je nach ursprünglicher Behandlung, eine neue Schicht Öl, Lack oder Lasur aufträgst. Mit dieser Pflege behalten Tropen- und heimische Laubbäume ihr neuartiges Äußeres und werden vor Verzug und Pilzbefall geschützt. Aufgrund des regelmäßig nötigen Aufwands und der erneuten Behandlung mit Öl, Lack oder Lasur geben wir hier nur 3 Punkte.

Öl, Lack und Lasur solltest Du immer mit dem Verlauf der Maserung auftragen. Und an besonders saugkräftigen Stellen darf der Streichvorgang wiederholt werden, um ausreichend Pflegemittel aufzutragen.

Um die Farbgebung heimischer Nadelhölzer zu erhalten, bedürfen sie derselben Pflege wie Tropenhölzer und einheimische Laubhölzer. Da Nadelhölzer jedoch anfälliger gegenüber 

Witterungseinflüssen sind, kommt es allerdings häufiger zu Riss- und Splitterbildung. Diese Beschädigungen müssen ausgeschliffen werden, bevor der Holzschutz aufgetragen werden kann – dadurch steigt der Pflegeaufwand. Deshalb können wir in der Kategorie Pflege an heimische Nadelhölzer lediglich 1 Punkt vergeben.

Heimische Nadelhölzer
3/5
Heimische Laubhölzer
3/5
WPC und BPC
4/5
Thermisch modifizierte Hölzer
3/5
Tropische Hölzer
5/5

Welche Art Ihnen am besten gefällt entscheiden Sie letztendlich selbst, wir helfen Ihnen aber selbstverständlich die richtige / passende Wahl zu treffen.

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